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Letzter Kräuterkurs von Ignaz Schlifni


Jährliches Treffen des letzten Kräuterkurses von Herrn Ignaz Schlifni.















Die Eselsdistel - eine seltene Pflanze


Zentraleleiter Ignaz Schlifni stieß bei einer Exkursion auf eine Pflanze, deren Vorkommen selten, aber das Wissen um deren Heilkraft noch seltener ist. Das einzige, dem Finder bekannte Vorkommen in Österreich ist im Norden von Wien auf einem aufgelassenen Verschubbahnhof, wo die Pflanze vielhundertfach bis zu 3 m hoch zwischen den verrosteten Gleisen wuchert.





















Eselsdistel

Botanischer Name:

Onopordon acanthium L.

Ursprung des Namens:

aus dem Griechischen, erstmalig

von Diokurides, später dann auch von Plinius erwähnt

Deutsche Namen:

Eselsdistel, Krebsdistel,

Frauendistel, Krampfdistel, Pudelhund, Falscher Knecht, Wildmannsstock

Familie:

Asteraceae (Korbblütler)

Alter:

zweijährig

Blütezeit:

Juli - September

Vorkommen:

Europa, Levante, Arabien,

Nordiran, Zentralasien, Nordafrika, Nordamerika

Verwendete Teile:

Wurzel, Stängel, Blätter,

Samen

Wirkung:

Der Saft der Wurzel und

der Blätter wirkt sowohl äusserlich als auch innerlich

heilend bei Krebs und krebsartigen Geschwüren

Anwendung:

Krebs, Hautkrebs, veraltete

Ulcera, Lupus, Skrophulose, Opisthotonie (=tonischer Krampf

der Rückenmuskulatur)

Homöopathie:

empfohlen in D2 gegen karzinomöse

Dyskrasie (=fehlerhafte Blutzusammensetzung)

Übliche Dosis:

innerlich: bis viermal

täglich je einen Teelöffel voll vom Frischsaft

äusserlich: keine Angaben

Hinweis:

Die durch Jahrhunderte

hindurch aufgezeichnete Erfahrung lässt erkennen, dass

die Eselsdistel vornehmlich auf den Bereich des Halses und des

Gesichtes wirkt

Sonstiges:

Die fleischige WUrzel wurde

in Italien gegessen; man schrieb ihr auflösende und harntreibende

Kraft zu. In manchen Ländern wurde auch der Fruchtboden

und die jungen Stängel gegessen - sie schmecken wie Artischocken.



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