Unser Vereinsgründer - Ignaz Schlifni

Ignaz Schlifni - Im Dienste der Volksgesundheit

 

Kindheit

Geboren am 18. Juli 1924, als Bauernbub aufgewachsen, mit einer Kindheit, die geprägt war von Armut und vielen Schmerzen. Seine eigene schwere Krankheit, Meningoenzephalitis (Hirnhautentzündung mit Verdacht auf Hydrozephalus) als kleiner Bub ermöglichte es ihm früh, die Bekanntschaft mit Heilkräutern zu machen.
Durch „Zufall“ bekam er bei seiner Zitherlehrerin in der Steiermark, wo seine Eltern in Pacht lebten, ein Mittel, das ihm seine Schmerzen nahm, er konnte seine Krankheit besiegen. Das Mittel war „Helleborus niger“, die Christrose, die er seit damals sehr verehrt.

Helleborus niger

Das Erlebnis mit der Christrose hinterließ in seinem jungen Herzen tiefe Spuren. Er wollte von diesem Zeitpunkt an seinen Mitmenschen alternative Heilweisen näherbringen. Nachdem seine Eltern in Kärnten den elterlichen Hof übernommen hatten, war er bereits ein junger Mann und beschäftigte sich intensiv mit den Kräften der Natur. Er
gründete einen Heilpflanzengarten in seiner Heimat im Lavanttal und begann, seine Erfahrung und sein Wissen weiterzugeben. Man war in dieser Zeit unendlich dankbar, da ein Weg zum Arzt mit Kosten verbunden war. Es folgten Begegnungen mit Gleichgesinnten, die ebenso auf dem Weg der Naturheilkunde waren.

Die ersten Heilkräutergarten in St. Veit

Nach dem Umzug nach St. Veit an der Glan arbeitete er als Laborant in einer Apotheke in Klagenfurt. Dort musste er feststellen, dass diese Arbeit nicht mit seinen persönlichen Überzeugungen zu vereinbaren war. Ende der fünfziger Jahre reifte dann die Erkenntnis, dass es nicht anders ginge, als eine Volksgesundheitsbewegung zu gründen, um im Schneeballsystem Menschen im ganzen Land zu erreichen und ihnen zu helfen.
Um sein tägliches Brot zu verdienen, nahm er einen Posten als Sekretär in St. Veit an. Der Beruf erlaubte es ihm, seinem Hobby, den „Heilkräutern“ intensiv nachzugehen. So gründete er mit Unterstützung seiner Eltern in St. Veit den zweiten Heilkräutergarten. Dies wurde in der Gemeinde mit großem Interesse angenommen.

Verein Natürliches Leben

Am 28. Dezember 1958 kam es in Salzburg zur Gründung einer Gesundheitsbewegung, die ab 1959 den Namen „VEREIN NATÜRLICHES LEBEN“ trug. Mit viel organisatorischem Talent, Glück, Fleiß und dem großen Interesse nach naturheilkundlichem Wissen brachte es die neue Organisation bis zum Jahre 1979 auf fast 27000 Mitglieder. Es kam in der Folge zu einer Spaltung. Dies war ein schwerer Weg für Ignaz Schlifni, den er aber mit Hilfe vieler tausend Freunde gut durchgestanden hat. Das Drängen dieses wahren Freundeskreises führte dazu, dass er sich im Mai 1982 entschloss, eine neue Gesundheitsbewegung, mit dem Namen „Freunde naturgemäßer Lebensweise“ ins Leben zu rufen, deren Hauptgewicht auf den Kräutern liegen sollte.

Hier seine überwiegend ehrenamtlichen Tätigkeiten zum Wohl der Menschen

• Bergwacht, als Schützer der Pflanzen
• Bekanntmachung der Schüssler`s Mineralsalzlehre in Österreich
• Mitarbeit bei Kursen und Seminaren über Radiästhesie
• Unterstützer der Bio-Bauernbewegung in Kärnten
• Mitarbeit bei der Erstellung des Postleitzahlensystems
• Philatelistische Tätigkeiten
• Über 100 Ferienwochen im Inland und 21 Ferienwochen im Ausland in der Jugendarbeit
• Beteiligung an Kongressen und Fortbildungen für alternative Ärzte, unzählige Messen und Ausstellungen
• Heilpflanzen- und Botanikerkurse – er bildete ca. 400 Personen aus und stand in botanischen Fragen in Kontakt mit botanischen Fakultäten und wissenschaftlichen Botanikern
• Fernsehauftritte, Fachexkursionen in Bildungshäusern, Seminare und tausende Vorträge weit über Österreich hinaus. Ignaz Schlifni ging mit seinem Wissen nach Deutschland, in die Schweiz und so konnte er auch in diesen Ländern viele Menschen begeistern.
• Er gründete 53 Heilpflanzengärten, welche er persönlich besuchte, beaufsichtigte und Kontakt mit den Betreibern pflegte. Heute sind altersbedingt noch 35 Gärten in Betrieb.
• Publikation der Fachbücher: 1: Schlag nach über Heilpflanzen, 2. Schlag nach über Homöopathie, 3. Schlag nach über Hausmittel (2008 erschienen)

Ignaz Schlifni starb am 15. August 2012, dem großen Frauentag und Tag der Kräuterweihe, im 89. Lebensjahr.

icon Parte Ignaz Schlifni



Schlifni web nachruf……FNL-Vereinsgründer Ignaz Schlifni hat im 89. Lebensjahr, nach einem erfüllten Leben, seine gütigen Augen für immer geschlossen. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und tragen ihn in unseren Herzen. Seinen Angehörigen gehört unser tiefes Mitgefühl.

Er war eine Persönlichkeit, die gute Samen in die Welt streute, in der Hoffnung, diese Erde dadurch liebenswerter zu machen. Viele dieser Kräutersamen fielen auf fruchtbaren Boden und haben das Leben unzähliger Menschen nachhaltig verändert.

Ignaz Schlifni wurde am 23. August von seiner Familie und einer riesigen Trauergemeinde am städtischen Friedhof von St. Veit zur letzten Ruhestätte geleitet.



Kontakt

Freunde naturgemäßer Lebensweise
FNL-Zentrale
Oktoberplatz 4
A 9300 St. Veit an der Glan
Tel.: +43 4212 33461

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